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Jüdische kulturtage berlin
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MARINA CHERNIVSKY
"BRUCHZEITEN – LEBEN NACH DEM 7. OKTOBER"
Montag, 16. November 2026
Einlass: 17:30 Uhr
18:00 Uhr

MARINA CHERNIVSKY
"BRUCHZEITEN – LEBEN NACH DEM 7. OKTOBER"
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
BEGINN:
18:00 Uhr
Einlass: 17:30 Uhr
17:00
BEGINN:
Marina Chernivsky verbindet in Bruchzeiten persönliche Erfahrung und gesellschaftliche Analyse – und beschreibt jüdische Lebenswirklichkeiten nach dem 7. Oktober zwischen Angst, Entfremdung und der Frage nach Zugehörigkeit.
Es gibt Ereignisse, die die Zeit in ein Davor und ein Danach teilen. Der 7. Oktober 2023 ist für viele Jüdinnen und Juden ein solcher Einschnitt. Ein Tag, an dem nicht nur die Gegenwart erschüttert wurde – sondern auch Erinnerungen und Erfahrungen wieder berührt wurden, die über Generationen weitergegeben wurden. Der Terrorangriff der Hamas auf Israel und die Reaktionen darauf haben sichtbar gemacht, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden bleiben. Die Erschütterung reichte weit über Israel hinaus. Auch viele Jüdinnen und Juden in der Diaspora erlebten diesen Tag als tiefen Bruch: als Erfahrung, dass Sicherheit, Schutz und Zugehörigkeit verletzlicher sind, als viele geglaubt hatten.
Diese Erfahrung trifft auf ein historisch geprägtes Gedächtnis. Marina Chernivsky schreibt: „Der 7. Oktober hat Juden vor Augen geführt, was es bedeutet, verfolgt und vernichtet zu werden. Hetze, Täter-Opfer-Umkehr und fehlende Solidarität rühren an eine tief verankerte jüdische Erfahrung: die Angst vor Schutzlosigkeit.“ Diese Erfahrungen kennt sie aus der eigenen Biografie und aus ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Psychologin, Gründerin und Leiterin der ersten bundesweiten Fachberatungsstelle für Betroffene anti-semitischer Gewalt und Diskriminierung. Dort wird sichtbar, wie Antisemitismus in Lebensgeschichten eingreift – und warum Zuhören, Anerkennung und Solidarität zählen.
Marina Chernivsky wurde in Lemberg geboren, dem heutigen Lwiw – einer Stadt, deren wechselnde Namen von den Brüchen des 20. Jahrhunderts erzählen. Einst ein Zentrum jüdischen Lebens in Galizien, wurde diese Welt durch Krieg, Shoah und Sowjetzeit fast vollständig ausgelöscht. Mit vierzehn Jahren emigrierte sie mit ihrer Familie nach Israel, später führte ihr Weg als Studentin nach Berlin. Lwiw bleibt für sie Herkunftsort und Erinnerungs-raum: eine Stadt, in der die Vergangenheit überdeckt, aber nicht verschwunden ist. Jüdische Grabsteine wurden als Baumaterial verwendet, Orte jüdischen Lebens zerstört oder umgenutzt. Dieser Blick auf das Sichtbare und das Verdrängte prägt ihr Schreiben. Sie verbindet autobiografische Erinnerung mit psychologischer Beobachtung und gesellschaftlicher Analyse. Sie beschreibt, wie Erfahrungen von Gewalt, Verlust und Schweigen über Generationen weiterwirken – bei Nachkommen von Holocaust-Überlebenden ebenso wie, auf andere Weise, in den Nachkriegsgenerationen Deutschlands.
So wird persönliche Erfahrung zum klarsichtigen Blick auf eine Leerstelle in der deutschen Debatte: auf eine Erinnerungspraxis, die jüdische Vergangenheit bewahrt, jüdische Präsenz in der Gegenwart aber nicht als selbstverständlich wahrnimmt. Nach dem 7. Oktober ist daraus für viele Jüdinnen und Juden eine neue, schmerzhafte Erfahrung geworden: Wie selbstverständlich ist Zugehörigkeit, wenn Jüdinnen und Juden in einem Moment tiefster Erschütterung von Teilen der Gesellschaft wenig Solidarität erfahren?
Es gibt Ereignisse, die die Zeit in ein Davor und ein Danach teilen. Der 7. Oktober 2023 ist für viele Jüdinnen und Juden ein solcher Einschnitt. Ein Tag, an dem nicht nur die Gegenwart erschüttert wurde – sondern auch Erinnerungen und Erfahrungen wiederberührt wurden, die über Generationen weitergegeben wurden . Der Terrorangriff der Hamas auf Israel und die Reaktionen darauf haben sichtbar gemacht, wie eng Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden bleiben. Die Erschütterung reichte weit über Israel hinaus. Auch viele Jüdinnen und Juden in der Diaspora erlebten diesen Tag als tiefen Bruch: als Erfahrung, dass Sicherheit, Schutz und Zugehörigkeit verletzlicher sind, als viele geglaubt hatten.
Diese Erfahrung trifft auf ein historisch geprägtes Gedächtnis. Marina Chernivsky schreibt: „Der 7. Oktober hat Juden vor Augen geführt, was es bedeutet, verfolgt und vernichtet zu werden. Hetze, Täter-Opfer-Umkehr und fehlende Solidarität rühren an eine tief verankerte jüdische Erfahrung: die Angst vor Schutzlosigkeit.“ Diese Zusammenhänge kennt sie aus der eigenen Biografie und aus ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Psychologin, Gründerin und Leiterin der ersten bundesweiten Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Dort wird sichtbar, wie Antisemitismus in Lebensgeschichten eingreift – und warum Zuhören, Anerkennung und Solidarität zählen.
Marina Chernivsky wurde in Lemberg geboren, dem heutigen Lwiw – einer Stadt, deren wechselnde Namen von den Brüchen des 20. Jahrhunderts erzählen. Einst ein Zentrum jüdischen Lebens in Galizien, wurde diese Welt durch Krieg, Shoah und Sowjetzeit fast vollständig ausgelöscht. Mit vierzehn Jahren emigrierte sie mit ihrer Familie nach Israel, später führte ihr Weg als Studentin nach Berlin. Lwiw bleibt für sie Herkunftsort und Erinnerungsraum: eine Stadt, in der die Vergangenheit überdeckt, aber nicht verschwunden ist. Jüdische Grabsteine wurden als Baumaterial verwendet, Orte jüdischen Lebens zerstört oder umgenutzt. Dieser Blick auf das Sichtbare und das Verdrängte prägt ihr Schreiben. Sie verbindet autobiografische Erinnerung mit psychologischer Beobachtung und gesellschaftlicher Analyse. Sie beschreibt, wie Erfahrungen von Gewalt, Verlust und Schweigen über Generationen weiterwirken – bei Nachkommen von Holocaust-Überlebenden ebenso wie, auf andere Weise, in den Nachkriegsgenerationen Deutschlands.
So wird persönliche Erfahrung zum klarsichtigen Blick auf eine Leerstelle in der deutschen Debatte: auf eine Erinnerungspraxis, die jüdische Vergangenheit bewahrt, jüdische Präsenz in der Gegenwart aber nicht als selbstverständlich wahrnimmt. Nach dem 7. Oktober wurde diese Leerstelle für viele Jüdinnen und Juden auf schmerzhafte Weise sichtbar: : Wie selbstverständlich ist Zugehörigkeit, wenn Jüdinnen und Juden in einem Moment tiefster Erschütterung von Teilen der Gesellschaft wenig Solidarität erfahren?
Marina Chernivsky wuchs in Israel auf und lebt seit 2001 in Berlin. Die Psychologin und Antisemitismusforscherin leitet das von ihr gegründete Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung sowie OFEK e. V., die erste bundesweite Beratungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt und Diskriminierung. Im Mittelpunkt ihrer wissenschaftlichen wie auch künstlerischen Arbeit stehen die Nachwirkungen der Shoah, jüdische Gegenwartserfahrungen und der Umgang mit Antisemitismus in Bildung, Beratung und Gesellschaft. Seit 2017 ist sie Mitherausgeberin der Zeitschrift Jalta und der Reihe Antisemitismus in institutionellen Kontexten (Beltz-Verlag). Seit 2019 ist sie Mitglied im Beratungskreis des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung.
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Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen. Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden."
Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.
Fotocredits (Cover) S. Fischer (1) Jan Zappner
DATUM
Montag, 16. November 2026
EINLASS
Einlass: 17:30 Uhr
BEGINN
17:00
17:00
ORT
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
bis 18 Jahre frei, Tickets ab 10€
Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.




