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CHARLES LEWINSKY

Eine andere Geschichte

Lesung und Gespräch

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

Lesung und Gespräch

CHARLES LEWINSKY

Eine andere Geschichte

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

Lesung und Gespräch

CHARLES LEWINSKY

Eine andere Geschichte

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

CHARLES LEWINSKY

Eine andere Geschichte

Lesung und Gespräch

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

Manchmal ist das Leben besser als jeder Hollywoodfilm: Leipzig in den 1930er-Jahren. Vor einem Mietshaus halten zwei Autos. Im ersten sitzt Curt Melnitz, im zweiten seine Sekretärin. Aus Kurt Chmelnitzki aus Leipzig ist Curtis Melnitz aus Hollywood geworden. Er kehrt zurück, um seine jüdische Familie zu warnen: „Verschwindet aus Deutschland. Hier wird es für Juden ganz schlimm!“

Charles Lewinsky hört diese Begebenheit als Zehnjähriger von seiner Großmutter – und hält sie zunächst für eine jener Familienlegenden, die mit jedem Erzählen ein wenig größer werden. Jahrzehnte später stößt er auf den Namen in den Erinnerungen der Schauspielerin Lilli Palmer; eine Postkarte aus dem Nachlass seiner Mutter führt schließlich zu Kurt Chmelnitzki aus Leipzig. Aus einer Kindheitserinnerung wird ein Roman.

Aus Kurt Chmelnitzki wird Curtis Melnitz: ein Leipziger Jude, der früh die Macht des Kinos erkennt. In Amerika steigt er zum Pressesprecher Charlie Chaplins auf und wird später zum Vermittler zwischen den Filmwelten Europas und Hollywoods. Er handelt mit Geschichten, Träumen und Illusionen – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt.

Im Alter leidet Melnitz unter Schlaflosigkeit. Sein Arzt verweigert ihm Schlaftabletten und schickt ihn stattdessen zum Psychiater. Widerwillig legt er sich auf die Couch – und beginnt zu erzählen. In 37 Sitzungen entfaltet sich das Panorama eines außergewöhnlichen Lebens: von den Anfängen des Kinos über zwei Weltkriege bis zum Filmgeschäft in Hollywood. Immer wieder kreisen seine Erinnerungen um ein Erlebnis, das ihm bis heute den Schlaf raubt.

Der Psychiater bleibt stumm. Zu hören ist allein Melnitz – eine männliche Scheherazade, die erzählt, weil Vergessen keine Option ist. Geschwätzig, ironisch und voller Abschweifungen widerspricht er sich, setzt neu an, übertreibt, korrigiert und montiert seine Biografie immer wieder neu. Denn wer sein Leben lang Geschichten verkauft hat, weiß, dass Erinnerung nie nur Wahrheit ist. „Ich war kein anständiger Mensch. Ich war Geschäftsmann“, resümiert Melnitz.

Mit trockenem Humor und großer erzählerischer Eleganz entwirft Charles Lewinsky das Porträt eines Menschen, der sich von den Brüchen des 20. Jahrhunderts nicht brechen lässt. Es ist ein Roman über Verfolgung und Exil, Schuld und Erinnerung – vor allem aber über die Macht des Erzählens. Nach seinem großen Publikumserfolg „Melnitz“ rückt Lewinsky erneut einen Melnitz ins Zentrum – diesmal den historisch verbürgten Curtis Melnitz, dem er eine unverwechselbare Stimme gibt.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Erzählern der Gegenwart. International bekannt wurde er mit seinem Roman „Melnitz“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für „Der Halbbart“ war er sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Werke erscheinen in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt in Frankreich und Zürich.

Fotocredits (Cover) Diogenes Verlag (1) Thomas di Paolo

Montag, 16. November 2026

20:00 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Neue Synagoge

Montag, 16. November 2026

20:00 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Neue Synagoge

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€

NEUE SYNAGOGE

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

  • S-Bahn
    Oranienburger Straße (S 1, 2, 25),
    Hackescher Markt (S 5, 7, 9, 75),

    U-Bahn
    Oranienburger Tor (U 6),
    Weinmeisterstraße (U 8),

    Tram/Straßenbahn
    Oranienburger Straße
    (Tram M 1, M 5)

  • Einlass: 19:30 Uhr

    Einlass: 19:30 Uhr

    Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.

  • Die Neue Synagoge ist weitgehend barrierefrei und mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eingangsbereich verfügt über stufenlose Zugänge und Rampen, ein Aufzug ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Etagen. Nahezu alle Ausstellungsräume sind rollstuhlgerecht. Das historische Treppenhaus ist für Rollstühle nicht erreichbar, in den Ausstellungsräumen können mobile Sitzhocker ausgeliehen werden. Barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung, unter anderem im 1. Obergeschoss.

  • Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort.

Weitere Veranstaltungen

Ausstellung

17.11.26, 16:30

Forms of Alignment

Kuratorenführung mit Daniel Laufer im Rahmen der Ausstellung

Führung

13.11.26, 15:00

JÜDISCHES LEBEN IM SCHATTEN DER GEWALT

Eine 90-Minütige Führung mit Jess Earle

Lesung

15.11.26, 18:00

JULIA FRANCK

Ich ertrinke in den Wasser meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte

Lesung und Musik

15.11.26, 16:00

ALEXANDER ESTIS UND DAS TRIO SCHO

Am Anfang war Schmonzes

Führung

13.11.26, 12:30

JÜDISCHES LEBEN IM SCHATTEN DER GEWALT

Eine 90-Minütige Führung mit Jess Earle

Bilderbuchkino

16.11.26, 10:30

„THINGS THAT AREN'T“ – DIE KUNST VON MICHA ULLMAN

Mit Shalom Zuckerman und Judith Poznan

Lyrik & Kontrabass

17.11.26, 20:00

DITI RONEN UND TAL RONEN, ANNE BIRKENHAUER

Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass

Literarische Collage

18.11.26, 20:00

VICKI BAUM, GABRIELE TERGIT UND MASCHA KALÉKO – CHRONISTINNEN IHRER ZEIT

Eine literarische Collage mit Lola Giwerzew und Anna Seeberger

Lesung und Gespräch

18.11.26, 18:00

AUF DEN SPUREN VON MAX REINHARDT

Gespräch mit Dr. Berndt Schmidt zum Vermächtnis des Theatervisionärs

bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€

16. November 2026 um 20:00:00

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CHARLES LEWINSKY

Eine andere Geschichte

Neue Synagoge

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

16. November 2026

BEGINN:

20:00 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

Manchmal ist das Leben besser als jeder Hollywoodfilm: Leipzig in den 1930er-Jahren. Vor einem Mietshaus halten zwei Autos. Im ersten sitzt Curt Melnitz, im zweiten seine Sekretärin. Aus Kurt Chmelnitzki aus Leipzig ist Curtis Melnitz aus Hollywood geworden. Er kehrt zurück, um seine jüdische Familie zu warnen: „Verschwindet aus Deutschland. Hier wird es für Juden ganz schlimm!“

Charles Lewinsky hört diese Begebenheit als Zehnjähriger von seiner Großmutter – und hält sie zunächst für eine jener Familienlegenden, die mit jedem Erzählen ein wenig größer werden. Jahrzehnte später stößt er auf den Namen in den Erinnerungen der Schauspielerin Lilli Palmer; eine Postkarte aus dem Nachlass seiner Mutter führt schließlich zu Kurt Chmelnitzki aus Leipzig. Aus einer Kindheitserinnerung wird ein Roman.

Aus Kurt Chmelnitzki wird Curtis Melnitz: ein Leipziger Jude, der früh die Macht des Kinos erkennt. In Amerika steigt er zum Pressesprecher Charlie Chaplins auf und wird später zum Vermittler zwischen den Filmwelten Europas und Hollywoods. Er handelt mit Geschichten, Träumen und Illusionen – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt.

Im Alter leidet Melnitz unter Schlaflosigkeit. Sein Arzt verweigert ihm Schlaftabletten und schickt ihn stattdessen zum Psychiater. Widerwillig legt er sich auf die Couch – und beginnt zu erzählen. In 37 Sitzungen entfaltet sich das Panorama eines außergewöhnlichen Lebens: von den Anfängen des Kinos über zwei Weltkriege bis zum Filmgeschäft in Hollywood. Immer wieder kreisen seine Erinnerungen um ein Erlebnis, das ihm bis heute den Schlaf raubt.

Der Psychiater bleibt stumm. Zu hören ist allein Melnitz – eine männliche Scheherazade, die erzählt, weil Vergessen keine Option ist. Geschwätzig, ironisch und voller Abschweifungen widerspricht er sich, setzt neu an, übertreibt, korrigiert und montiert seine Biografie immer wieder neu. Denn wer sein Leben lang Geschichten verkauft hat, weiß, dass Erinnerung nie nur Wahrheit ist. „Ich war kein anständiger Mensch. Ich war Geschäftsmann“, resümiert Melnitz.

Mit trockenem Humor und großer erzählerischer Eleganz entwirft Charles Lewinsky das Porträt eines Menschen, der sich von den Brüchen des 20. Jahrhunderts nicht brechen lässt. Es ist ein Roman über Verfolgung und Exil, Schuld und Erinnerung – vor allem aber über die Macht des Erzählens. Nach seinem großen Publikumserfolg „Melnitz“ rückt Lewinsky erneut einen Melnitz ins Zentrum – diesmal den historisch verbürgten Curtis Melnitz, dem er eine unverwechselbare Stimme gibt.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Erzählern der Gegenwart. International bekannt wurde er mit seinem Roman „Melnitz“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für „Der Halbbart“ war er sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Werke erscheinen in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt in Frankreich und Zürich.

IMPRESSIONEN

BEGINN:

20:00

HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG

Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.

Vor der Veranstaltung können Sie im Street Food Court im Hof der Synagoge koschere Speisen und Getränke erwerben.

Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden

Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.

Fotocredits (Cover) Diogenes Verlag (1) Thomas di Paolo

20:00

BEGINN:

DATUM

Montag, 16. November 2026

EINLASS

Einlass: 19:30 Uhr

BEGINN

20:00

20:00

ORT

Neue Synagoge

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€

Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.

Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.

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