Manchmal ist das Leben besser als jeder Hollywoodfilm: Leipzig in den 1930er-Jahren. Vor einem Mietshaus halten zwei Autos. Im ersten sitzt Curt Melnitz, im zweiten seine Sekretärin. Aus Kurt Chmelnitzki aus Leipzig ist Curtis Melnitz aus Hollywood geworden. Er kehrt zurück, um seine jüdische Familie zu warnen: „Verschwindet aus Deutschland. Hier wird es für Juden ganz schlimm!“
Charles Lewinsky hört diese Begebenheit als Zehnjähriger von seiner Großmutter – und hält sie zunächst für eine jener Familienlegenden, die mit jedem Erzählen ein wenig größer werden. Jahrzehnte später stößt er auf den Namen in den Erinnerungen der Schauspielerin Lilli Palmer; eine Postkarte aus dem Nachlass seiner Mutter führt schließlich zu Kurt Chmelnitzki aus Leipzig. Aus einer Kindheitserinnerung wird ein Roman.
Aus Kurt Chmelnitzki wird Curtis Melnitz: ein Leipziger Jude, der früh die Macht des Kinos erkennt. In Amerika steigt er zum Pressesprecher Charlie Chaplins auf und wird später zum Vermittler zwischen den Filmwelten Europas und Hollywoods. Er handelt mit Geschichten, Träumen und Illusionen – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt.
Im Alter leidet Melnitz unter Schlaflosigkeit. Sein Arzt verweigert ihm Schlaftabletten und schickt ihn stattdessen zum Psychiater. Widerwillig legt er sich auf die Couch – und beginnt zu erzählen. In 37 Sitzungen entfaltet sich das Panorama eines außergewöhnlichen Lebens: von den Anfängen des Kinos über zwei Weltkriege bis zum Filmgeschäft in Hollywood. Immer wieder kreisen seine Erinnerungen um ein Erlebnis, das ihm bis heute den Schlaf raubt.
Der Psychiater bleibt stumm. Zu hören ist allein Melnitz – eine männliche Scheherazade, die erzählt, weil Vergessen keine Option ist. Geschwätzig, ironisch und voller Abschweifungen widerspricht er sich, setzt neu an, übertreibt, korrigiert und montiert seine Biografie immer wieder neu. Denn wer sein Leben lang Geschichten verkauft hat, weiß, dass Erinnerung nie nur Wahrheit ist. „Ich war kein anständiger Mensch. Ich war Geschäftsmann“, resümiert Melnitz.
Mit trockenem Humor und großer erzählerischer Eleganz entwirft Charles Lewinsky das Porträt eines Menschen, der sich von den Brüchen des 20. Jahrhunderts nicht brechen lässt. Es ist ein Roman über Verfolgung und Exil, Schuld und Erinnerung – vor allem aber über die Macht des Erzählens. Nach seinem großen Publikumserfolg „Melnitz“ rückt Lewinsky erneut einen Melnitz ins Zentrum – diesmal den historisch verbürgten Curtis Melnitz, dem er eine unverwechselbare Stimme gibt.
Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Erzählern der Gegenwart. International bekannt wurde er mit seinem Roman „Melnitz“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für „Der Halbbart“ war er sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Werke erscheinen in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt in Frankreich und Zürich.

Fotocredits (Cover) Diogenes Verlag (1) Thomas di Paolo
Montag, 16. November 2026
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Neue Synagoge
Montag, 16. November 2026
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Neue Synagoge
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€
NEUE SYNAGOGE
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
S-Bahn
Oranienburger Straße (S 1, 2, 25),
Hackescher Markt (S 5, 7, 9, 75),
U-Bahn
Oranienburger Tor (U 6),
Weinmeisterstraße (U 8),
Tram/Straßenbahn
Oranienburger Straße
(Tram M 1, M 5)Einlass: 19:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Die Neue Synagoge ist weitgehend barrierefrei und mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eingangsbereich verfügt über stufenlose Zugänge und Rampen, ein Aufzug ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Etagen. Nahezu alle Ausstellungsräume sind rollstuhlgerecht. Das historische Treppenhaus ist für Rollstühle nicht erreichbar, in den Ausstellungsräumen können mobile Sitzhocker ausgeliehen werden. Barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung, unter anderem im 1. Obergeschoss.
Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort.
Weitere Veranstaltungen
Ausstellung
17.11.26, 16:30
Forms of Alignment
Kuratorenführung mit Daniel Laufer im Rahmen der Ausstellung
Film
19.11.26, 20:00
MAMA
Hebr. OV mit Eng. UT
Film
22.11.26, 20:00
TELL ME EVERYTHING
Hebr. OV mit Eng. UT
Film
22.11.26, 18:00
CHECK OUT
Hebr. OV mit Eng. UT
Führung
13.11.26, 15:00
JÜDISCHES LEBEN IM SCHATTEN DER GEWALT
Eine 90-Minütige Führung mit Jess Earle
Lesung
15.11.26, 18:00
JULIA FRANCK
Ich ertrinke in den Wasser meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte
Lesung und Musik
15.11.26, 16:00
ALEXANDER ESTIS UND DAS TRIO SCHO
Am Anfang war Schmonzes
Führung
13.11.26, 12:30
JÜDISCHES LEBEN IM SCHATTEN DER GEWALT
Eine 90-Minütige Führung mit Jess Earle
Führung
20.11.26, 15:00
QUEERNESS UND GENDER IM JÜDISCHEN BERLIN
Stadtspaziergang
Film
16.11.26, 20:30
THE WEDDING ENTERTAINER
Eröffnung des Filmprogramms mit Empfang | Hebr. OV mit Eng. UT
Film
17.11.26, 18:00
ESTHER
Hebr. OV mit Eng. UT
Theater
15.11.26, 18:00
ORTO-DA THEATRE
Stones
Konzert
12.11.26, 19:00
MARINA MAXIMILIAN
Eröffnungskonzert
Ausstellung
14.11.26, 19:00
SUPER HERO
Ausstellung
Bilderbuchkino
16.11.26, 10:30
„THINGS THAT AREN'T“ – DIE KUNST VON MICHA ULLMAN
Mit Shalom Zuckerman und Judith Poznan
Lesung und Gespräch
16.11.26, 18:00
MARINA CHERNIVSKY
Bruchzeiten – Leben nach dem 7. Oktober
Lesung und Gespräch
16.11.26, 20:00
CHARLES LEWINSKY
Eine andere Geschichte
Bilderbuchkino zum Mitmachen
17.11.26, 10:30
ANJA TUCKERMANN
Damals in der Rosenstraße
Gespräch
17.11.26, 18:00
DAS BLAUE SOFA
Mit Assaf Gavrom, Shelly Kupferberg und Dana Vowinckel
Lyrik & Kontrabass
17.11.26, 20:00
DITI RONEN UND TAL RONEN, ANNE BIRKENHAUER
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Film
17.11.26, 20:00
OXYGEN
Hebr. OV mit Eng. UT
Literarische Collage
18.11.26, 20:00
VICKI BAUM, GABRIELE TERGIT UND MASCHA KALÉKO – CHRONISTINNEN IHRER ZEIT
Eine literarische Collage mit Lola Giwerzew und Anna Seeberger
Lesung und Gespräch
18.11.26, 18:00
AUF DEN SPUREN VON MAX REINHARDT
Gespräch mit Dr. Berndt Schmidt zum Vermächtnis des Theatervisionärs
Show
19.11.26, 19:00
LIOR SUCHARD
Master Mentalist
Führung
20.11.26, 12:30
QUEERNESS UND GENDER IM JÜDISCHEN BERLIN
Stadtspaziergang
Konzert
21.11.26, 20:00
RAMI KLEINSTEIN
Abschlusskonzert

CHARLES LEWINSKY
Eine andere Geschichte
Neue Synagoge
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
16. November 2026
BEGINN:
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.
Manchmal ist das Leben besser als jeder Hollywoodfilm: Leipzig in den 1930er-Jahren. Vor einem Mietshaus halten zwei Autos. Im ersten sitzt Curt Melnitz, im zweiten seine Sekretärin. Aus Kurt Chmelnitzki aus Leipzig ist Curtis Melnitz aus Hollywood geworden. Er kehrt zurück, um seine jüdische Familie zu warnen: „Verschwindet aus Deutschland. Hier wird es für Juden ganz schlimm!“
Charles Lewinsky hört diese Begebenheit als Zehnjähriger von seiner Großmutter – und hält sie zunächst für eine jener Familienlegenden, die mit jedem Erzählen ein wenig größer werden. Jahrzehnte später stößt er auf den Namen in den Erinnerungen der Schauspielerin Lilli Palmer; eine Postkarte aus dem Nachlass seiner Mutter führt schließlich zu Kurt Chmelnitzki aus Leipzig. Aus einer Kindheitserinnerung wird ein Roman.
Aus Kurt Chmelnitzki wird Curtis Melnitz: ein Leipziger Jude, der früh die Macht des Kinos erkennt. In Amerika steigt er zum Pressesprecher Charlie Chaplins auf und wird später zum Vermittler zwischen den Filmwelten Europas und Hollywoods. Er handelt mit Geschichten, Träumen und Illusionen – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt.
Im Alter leidet Melnitz unter Schlaflosigkeit. Sein Arzt verweigert ihm Schlaftabletten und schickt ihn stattdessen zum Psychiater. Widerwillig legt er sich auf die Couch – und beginnt zu erzählen. In 37 Sitzungen entfaltet sich das Panorama eines außergewöhnlichen Lebens: von den Anfängen des Kinos über zwei Weltkriege bis zum Filmgeschäft in Hollywood. Immer wieder kreisen seine Erinnerungen um ein Erlebnis, das ihm bis heute den Schlaf raubt.
Der Psychiater bleibt stumm. Zu hören ist allein Melnitz – eine männliche Scheherazade, die erzählt, weil Vergessen keine Option ist. Geschwätzig, ironisch und voller Abschweifungen widerspricht er sich, setzt neu an, übertreibt, korrigiert und montiert seine Biografie immer wieder neu. Denn wer sein Leben lang Geschichten verkauft hat, weiß, dass Erinnerung nie nur Wahrheit ist. „Ich war kein anständiger Mensch. Ich war Geschäftsmann“, resümiert Melnitz.
Mit trockenem Humor und großer erzählerischer Eleganz entwirft Charles Lewinsky das Porträt eines Menschen, der sich von den Brüchen des 20. Jahrhunderts nicht brechen lässt. Es ist ein Roman über Verfolgung und Exil, Schuld und Erinnerung – vor allem aber über die Macht des Erzählens. Nach seinem großen Publikumserfolg „Melnitz“ rückt Lewinsky erneut einen Melnitz ins Zentrum – diesmal den historisch verbürgten Curtis Melnitz, dem er eine unverwechselbare Stimme gibt.
Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Erzählern der Gegenwart. International bekannt wurde er mit seinem Roman „Melnitz“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für „Der Halbbart“ war er sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Werke erscheinen in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt in Frankreich und Zürich.
IMPRESSIONEN
BEGINN:
20:00

HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Vor der Veranstaltung können Sie im Street Food Court im Hof der Synagoge koschere Speisen und Getränke erwerben.
Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden
Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.
Fotocredits (Cover) Diogenes Verlag (1) Thomas di Paolo
20:00
BEGINN:
DATUM
Montag, 16. November 2026
EINLASS
Einlass: 19:30 Uhr
BEGINN
20:00
20:00
ORT
Neue Synagoge
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€
Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.









.jpg)








_edited.jpg)





_.jpeg)
.png)
.png)
.jpg)


