
Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Lyrik & Kontrabass
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
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Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
Lyrik & Kontrabass
Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Lyrik & Kontrabass
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
Mit Diti Ronen – Autorin, Hebräische Lesung
Tal Ronen – Kontrabass
Anne Birkenhauer – Übersetzung, Deutsche Lesung und Moderation
Ein Arbeitslager nahe Elbing, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Schuss fällt. Eine kleine Drossel stürzt vom Himmel. Für fünf hungernde Frauen wird der Vogel zur letzten Mahlzeit – und zu einem flüchtigen Augenblick, in dem nicht nur der Körper überlebt, sondern auch Würde, Mitgefühl und Menschlichkeit.
Jahrzehnte später macht sich die israelische Dichterin Diti Ronen auf die Suche nach der Geschichte ihrer Mutter. Auschwitz, Stutthof, mehrere Arbeitslager und ein Todesmarsch hatten tiefe Wunden hinterlassen; gesprochen wurde darüber kaum. Geblieben waren Erinnerungsfragmente, einzelne Bilder und ein tiefes Schweigen. Aus ihnen schuf die Tochter das Langgedicht „Kleines Drossel“ – eine poetische Sprache für das, was die Mutter zeitlebens nicht aussprechen konnte.
Schon der Titel erzählt von diesem Erinnerungsprozess. Diti Ronens Mutter sprach Hebräisch nur gebrochen und bezeichnete den Vogel stets mit einem grammatikalisch „falschen“ Genus. In der deutschen Übersetzung wurde daraus bewusst eine Drossel. So bleibt der Vogel weiblich – ebenso verletzlich und bedroht wie die fünf Frauen, deren Schicksal das Gedicht bewahrt.
Bei den Jüdischen Kulturtagen avanciert „Kleines Drossel“ zum vielstimmigen Erinnerungsraum. Diti Ronen liest ihr Poem auf Hebräisch, Anne Birkenhauer die deutsche Übersetzung. Der Kontrabass von Tal Ronen schafft einen musikalischen Resonanzraum, in dem das Unsagbare hörbar wird. So begegnen sich drei Generationen: die Erinnerung der Mutter, die Sprache der Tochter und die Musik des Enkels. Literatur und Musik treten in einen eindringlichen Dialog und verleihen dem Schweigen eine Stimme.
Diti Ronen gehört zu den bedeutendsten Stimmen der israelischen Gegenwartslyrik. Die Dichterin und Herausgeberin wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Art Prize (2024), dem ACUM Award (2022) und dem Kugel Award (2016).
Tal Ronen lebt als Kontrabassist in New York. Er bewegt sich zwischen Jazztradition und zeitgenössischer Musik und arbeitete mit Künstlern wie Frank Wess, Jimmy Cobb, James Moody, Max Roach und Sheila Jordan zusammen. Als Bassist der Grammy-prämierten Sängerin Catherine Russell ist er regelmäßig auf internationalen Bühnen wie der Carnegie Hall, dem Jazz at Lincoln Center, dem Village Vanguard und Birdland zu erleben.
Anne Birkenhauer lebt seit 1989 als literarische Übersetzerin in Jerusalem. Sie übertrug Werke von Jehuda Amichai, Dan Pagis, Agi Mishol, David Grossman, Zeruya Shalev, Aharon Appelfeld, Tomer Gardi und vielen weiteren Autoren ins Deutsche. Für ihre Verdienste um die Vermittlung hebräischer Literatur erhielt sie 2018 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
With Diti Ronen – author, Hebrew reading
Tal Ronen – double bass
Anne Birkenhauer – translation, German reading and moderation
A labor camp near Elbing, a few weeks before the end of the Second World War. A shot is fired. A small thrush falls from the sky. For five starving women, the bird becomes the last meal – and a fleeting moment in which not only the body survives, but also dignity, compassion, and humanity.
Decades later, the Israeli poet Diti Ronen sets out in search of her mother’s story. Auschwitz, Stutthof, several labor camps, and a death march had left deep wounds; hardly anything was spoken about them. What remained were fragments of memory, individual images, and a profound silence. From these, the daughter created the long poem “Little Thrush” – a poetic language for what the mother was never able to put into words in her lifetime.
The title alone speaks of this process of remembrance. Diti Ronen’s mother spoke Hebrew only brokenly and always referred to the bird with a grammatically “incorrect” gender. In the German translation, this consciously became a thrush. Thus the bird remains female – just as vulnerable and threatened as the five women whose fate the poem preserves.
At the Jewish Culture Days, “Little Thrush” becomes a polyphonic space of remembrance. Diti Ronen reads her poem in Hebrew, Anne Birkenhauer the German translation. The double bass of Tal Ronen
Auszeichnungen
Shaked Goren
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TRAILER

Fotocredits: (1-4) Illustration: Isis Olivier, Frontispiz aus „Kleines Drossel" (Corvinus Presse), gedruckt von Jörg Lehmann (2) Ditti Ronen, privat (3) Tal Ronen, privat (4) Anne Birkenhauer © Gershon Molad
DIENSTAG, 17. NOVEMBER 2026
EINLASS
17:30
BEGINN
20:00
ENDE CA.
21:30
Sprache
Moderation: Anne Birkenhauer
Preis
12 € · bis 18 Jahre frei
NEUE SYNAGOGE
Oranienburger Str. 28-31, 10117 Berlin
S-Bahn
Oranienburger Straße (S 1, 2, 25),
Hackescher Markt (S 5, 7, 9, 75),
U-Bahn
Oranienburger Tor (U 6),
Weinmeisterstraße (U 8),
Tram/Straßenbahn
Oranienburger Straße
(Tram M 1, M 5)Einlass: 19:30 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Die Neue Synagoge ist weitgehend barrierefrei und mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eingangsbereich verfügt über stufenlose Zugänge und Rampen, ein Aufzug ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Etagen. Nahezu alle Ausstellungsräume sind rollstuhlgerecht. Das historische Treppenhaus ist für Rollstühle nicht erreichbar, in den Ausstellungsräumen können mobile Sitzhocker ausgeliehen werden. Barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung, unter anderem im 1. Obergeschoss.
Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort.
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AUF DEN SPUREN VON MAX REINHARDT
Mit Diti Ronen – Autorin, Hebräische Lesung
Tal Ronen – Kontrabass
Anne Birkenhauer – Übersetzung, Deutsche Lesung und Moderation
Ein Arbeitslager nahe Elbing, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Schuss fällt. Eine kleine Drossel stürzt vom Himmel. Für fünf hungernde Frauen wird der Vogel zur letzten Mahlzeit – und zu einem flüchtigen Augenblick, in dem nicht nur der Körper überlebt, sondern auch Würde, Mitgefühl und Menschlichkeit.
Jahrzehnte später macht sich die israelische Dichterin Diti Ronen auf die Suche nach der Geschichte ihrer Mutter. Auschwitz, Stutthof, mehrere Arbeitslager und ein Todesmarsch hatten tiefe Wunden hinterlassen; gesprochen wurde darüber kaum. Geblieben waren Erinnerungsfragmente, einzelne Bilder und ein tiefes Schweigen. Aus ihnen schuf die Tochter das Langgedicht „Kleines Drossel“ – eine poetische Sprache für das, was die Mutter zeitlebens nicht aussprechen konnte.
Schon der Titel erzählt von diesem Erinnerungsprozess. Diti Ronens Mutter sprach Hebräisch nur gebrochen und bezeichnete den Vogel stets mit einem grammatikalisch „falschen“ Genus. In der deutschen Übersetzung wurde daraus bewusst eine Drossel. So bleibt der Vogel weiblich – ebenso verletzlich und bedroht wie die fünf Frauen, deren Schicksal das Gedicht bewahrt.
Bei den Jüdischen Kulturtagen avanciert „Kleines Drossel“ zum vielstimmigen Erinnerungsraum. Diti Ronen liest ihr Poem auf Hebräisch, Anne Birkenhauer die deutsche Übersetzung. Der Kontrabass von Tal Ronen schafft einen musikalischen Resonanzraum, in dem das Unsagbare hörbar wird. So begegnen sich drei Generationen: die Erinnerung der Mutter, die Sprache der Tochter und die Musik des Enkels. Literatur und Musik treten in einen eindringlichen Dialog und verleihen dem Schweigen eine Stimme.
Diti Ronen gehört zu den bedeutendsten Stimmen der israelischen Gegenwartslyrik. Die Dichterin und Herausgeberin wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Art Prize (2024), dem ACUM Award (2022) und dem Kugel Award (2016).
Tal Ronen lebt als Kontrabassist in New York. Er bewegt sich zwischen Jazztradition und zeitgenössischer Musik und arbeitete mit Künstlern wie Frank Wess, Jimmy Cobb, James Moody, Max Roach und Sheila Jordan zusammen. Als Bassist der Grammy-prämierten Sängerin Catherine Russell ist er regelmäßig auf internationalen Bühnen wie der Carnegie Hall, dem Jazz at Lincoln Center, dem Village Vanguard und Birdland zu erleben.
Anne Birkenhauer lebt seit 1989 als literarische Übersetzerin in Jerusalem. Sie übertrug Werke von Jehuda Amichai, Dan Pagis, Agi Mishol, David Grossman, Zeruya Shalev, Aharon Appelfeld, Tomer Gardi und vielen weiteren Autoren ins Deutsche. Für ihre Verdienste um die Vermittlung hebräischer Literatur erhielt sie 2018 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Fotocredits: (1-4) Illustration: Isis Olivier, Frontispiz aus „Kleines Drossel" (Corvinus Presse), gedruckt von Jörg Lehmann (2) Ditti Ronen, privat (3) Tal Ronen, privat (4) Anne Birkenhauer © Gershon Molad
Dienstag, 17. November 2026
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Neue Synagoge
Dienstag, 17. November 2026
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Neue Synagoge
12 €
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(Tram M 1, M 5)Einlass: 19:30 Uhr
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Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Die Neue Synagoge ist weitgehend barrierefrei und mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eingangsbereich verfügt über stufenlose Zugänge und Rampen, ein Aufzug ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Etagen. Nahezu alle Ausstellungsräume sind rollstuhlgerecht. Das historische Treppenhaus ist für Rollstühle nicht erreichbar, in den Ausstellungsräumen können mobile Sitzhocker ausgeliehen werden. Barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung, unter anderem im 1. Obergeschoss.
Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort.
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(Tram M 1, M 5)Einlass: 19:30 Uhr
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Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Die Neue Synagoge ist weitgehend barrierefrei und mit dem Rollstuhl zugänglich. Der Eingangsbereich verfügt über stufenlose Zugänge und Rampen, ein Aufzug ermöglicht das Erreichen der verschiedenen Etagen. Nahezu alle Ausstellungsräume sind rollstuhlgerecht. Das historische Treppenhaus ist für Rollstühle nicht erreichbar, in den Ausstellungsräumen können mobile Sitzhocker ausgeliehen werden. Barrierefreie Toiletten stehen zur Verfügung, unter anderem im 1. Obergeschoss.
Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort.
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Diti Ronen und Tal Ronen, Anne Birkenhauer
Kleines Drossel – ein Klangraum aus Sprache und Kontrabass
Neue Synagoge
17. November 2026
BEGINN:
20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Die israelische Dichterin Diti Ronen erzählt in ihrem Langgedicht „Kleines Drossel“ von der Geschichte ihrer Mutter und fünf Frauen in einem Arbeitslager am Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine zweisprachige Lesung mit Anne Birkenhauer und Kontrabassist Tal Ronen verbindet Erinnerung, Literatur und Musik zu einem eindringlichen Abend.
Mit Diti Ronen – Autorin, Hebräische Lesung
Tal Ronen – Kontrabass
Anne Birkenhauer – Übersetzung, Deutsche Lesung und Moderation
Ein Arbeitslager nahe Elbing, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein Schuss fällt. Eine kleine Drossel stürzt vom Himmel. Für fünf hungernde Frauen wird der Vogel zur letzten Mahlzeit – und zu einem flüchtigen Augenblick, in dem nicht nur der Körper überlebt, sondern auch Würde, Mitgefühl und Menschlichkeit.
Jahrzehnte später macht sich die israelische Dichterin Diti Ronen auf die Suche nach der Geschichte ihrer Mutter. Auschwitz, Stutthof, mehrere Arbeitslager und ein Todesmarsch hatten tiefe Wunden hinterlassen; gesprochen wurde darüber kaum. Geblieben waren Erinnerungsfragmente, einzelne Bilder und ein tiefes Schweigen. Aus ihnen schuf die Tochter das Langgedicht „Kleines Drossel“ – eine poetische Sprache für das, was die Mutter zeitlebens nicht aussprechen konnte.
Schon der Titel erzählt von diesem Erinnerungsprozess. Diti Ronens Mutter sprach Hebräisch nur gebrochen und bezeichnete den Vogel stets mit einem grammatikalisch „falschen“ Genus. In der deutschen Übersetzung wurde daraus bewusst eine Drossel. So bleibt der Vogel weiblich – ebenso verletzlich und bedroht wie die fünf Frauen, deren Schicksal das Gedicht bewahrt.
Bei den Jüdischen Kulturtagen avanciert „Kleines Drossel“ zum vielstimmigen Erinnerungsraum. Diti Ronen liest ihr Poem auf Hebräisch, Anne Birkenhauer die deutsche Übersetzung. Der Kontrabass von Tal Ronen schafft einen musikalischen Resonanzraum, in dem das Unsagbare hörbar wird. So begegnen sich drei Generationen: die Erinnerung der Mutter, die Sprache der Tochter und die Musik des Enkels. Literatur und Musik treten in einen eindringlichen Dialog und verleihen dem Schweigen eine Stimme.
Diti Ronen gehört zu den bedeutendsten Stimmen der israelischen Gegenwartslyrik. Die Dichterin und Herausgeberin wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Art Prize (2024), dem ACUM Award (2022) und dem Kugel Award (2016).
Tal Ronen lebt als Kontrabassist in New York. Er bewegt sich zwischen Jazztradition und zeitgenössischer Musik und arbeitete mit Künstlern wie Frank Wess, Jimmy Cobb, James Moody, Max Roach und Sheila Jordan zusammen. Als Bassist der Grammy-prämierten Sängerin Catherine Russell ist er regelmäßig auf internationalen Bühnen wie der Carnegie Hall, dem Jazz at Lincoln Center, dem Village Vanguard und Birdland zu erleben.
Anne Birkenhauer lebt seit 1989 als literarische Übersetzerin in Jerusalem. Sie übertrug Werke von Jehuda Amichai, Dan Pagis, Agi Mishol, David Grossman, Zeruya Shalev, Aharon Appelfeld, Tomer Gardi und vielen weiteren Autoren ins Deutsche. Für ihre Verdienste um die Vermittlung hebräischer Literatur erhielt sie 2018 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
IMPRESSIONEN
BEGINN:
20:00

HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen. Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden.
Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.
Fotocredits: (1-4) Illustration: Isis Olivier, Frontispiz aus „Kleines Drossel" (Corvinus Presse), gedruckt von Jörg Lehmann (2) Ditti Ronen, privat (3) Tal Ronen, privat (4) Anne Birkenhauer © Gershon Molad
20:00
BEGINN:
DATUM
Dienstag, 17. November 2026
EINLASS
Einlass: 19:30 Uhr
BEGINN
20:00
20:00
ORT
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12 €
Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.

























