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Jüdische kulturtage berlin
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ANJA TUCKERMANN
"DAMALS IN DER ROSENSTRASSE"
Dienstag, 17. November 2026
Einlass: 10:00 Uhr
10:30 Uhr

ANJA TUCKERMANN
"DAMALS IN DER ROSENSTRASSE"
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
BEGINN:
10:30 Uhr
Einlass: 10:00 Uhr
09:30
BEGINN:
Berlin, Februar 1943: Hunderte Frauen versammeln sich in der Rosenstraße, um ihre inhaftierten jüdischen Angehörigen zurückzuholen – und erreichen das kaum Vorstellbare. Anja Tuckermann erzählt davon als Bilderbuchkino zum Mitmachen für Menschen ab zehn Jahren.
Ende Februar 1943. Mitten im nationalsozialistischen Berlin versammeln sich Hunderte Frauen vor einem Gebäude in der Rosenstraße – sichtbar, entschlossen und laut. Die meisten von ihnen sind keine Jüdinnen. Sie wollen ihre jüdischen Männer, Väter und Angehörigen zurückholen, die dort festgehalten werden und deportiert werden sollen. Und sie erreichen etwas, das im NS-Staat nahezu undenkbar scheint: Viele der Inhaftierten kommen frei.
Wie erzählt man Kindern von Verfolgung, Angst und Mut? Anja Tuckermann findet dafür eine besondere Form: Aus historischen Quellen und Zeitzeugenberichten entwickelt sie die Geschichte der Familie Gumpel. Vater Joachim ist Jude, Mutter Helga nicht. Gemeinsam mit ihren Kindern Doris und Helmut versuchen sie, ihren Alltag zu bewahren – doch die Verfolgung greift immer tiefer in ihr Leben ein.
SS-Männer marschieren durch die Straßen, HJ-Jungen bedrohen die Geschwister auf dem Schulweg, selbst beim Abendessen sitzt die Angst mit am Tisch. Als Joachim verhaftet und in die Rosenstraße gebracht wird, gibt Helga nicht auf: Sie bringt ihm Brot, schmuggelt Nachrichten zu ihm – und stellt sich gemeinsam mit anderen Frauen gegen die Willkür des Regimes.
Immer wieder richtet das Buch den Blick auf einzelne Menschen – und macht so Geschichte begreifbar. Anja Tuckermann erzählt nicht nur von Verfolgung, sondern auch von Zusammenhalt und der Frage, wann Menschen den Mut finden, für andere einzustehen. Sie sagt: „Für Kinder muss es immer auch eine Gegen-wart geben, man kann keine rein historische Geschichte erzählen. Und im Gegenwärtigen ist zu zeigen, dass es sich lohnt, andere zu verteidigen und Widerstand zu leisten.“
Auch die Entstehung des Buches ist mit der Rosenstraße verbunden: Als der S. Fischer Verlag 2023 dorthin zog, begann die Beschäftigung mit der Geschichte des Ortes. Zugleich führt die Geschichte zurück zu Samuel Fischer, dem jüdischen Gründer des Verlags und einem der bedeutendsten Verleger seiner Zeit.
Anja Tuckermann, geboren in Berlin, wirkt als Autorin, Journalistin und Leiterin von Schreibwerkstätten. In ihren vielfach ausgezeichneten Büchern erzählt sie immer wieder von Menschen, deren Geschichten lange übersehen wurden – darunter vom Schicksal der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus.
Annabelle von Sperber studierte Illustration in Hamburg und arbeitet seit 2000 als freie Illustratorin. Sie lebt in Berlin und im Schwarzwald.
BEGINN:
09:30
IMPRESSIONEN

HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen. Vor der Veranstaltung können Sie im Street Food Court im Hof der Synagoge koschere Speisen und Getränke erwerben. Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden
Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.
Fotocredits (1) Bernd Sahling (2 Buchcover) S. Fischer
DATUM
Dienstag, 17. November 2026
EINLASS
Einlass: 10:00 Uhr
BEGINN
09:30
09:30
ORT
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
bis 18 Jahre frei. Schulklassen: auch Begleitperson frei.
Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.




