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Jüdische kulturtage berlin
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KOSCHER MITTEN
IN BERLIN
Seit fünf Jahren verwandelt das Koschere Streetfood Festival den historischen Innenhof der Neuen Synagoge in einen offenen Marktplatz – mit über 50 Ständen, koscherer Küche aus aller Welt, Livemusik, Comedy, Familienangeboten und einem Vorgeschmack auf die 39. Jüdischen Kulturtage Berlin im November.
Eintritt frei – den ganzen Tag von 11 bis 21 Uhr.

KÜCHEN AUS
ALLER WELT
Zahlreiche koschere Food-Stände laden zum Probieren ein: herzhaft, süß, frisch und international – von Streetfood-Klassikern bis zu besonderen Spezialitäten.


SHAWARMA · HUMMUS · SUSHI & MEHR
Koscheres Streetfood aus aller Welt – herzhaft, süß, frisch und überraschend. Von Shawarma, Hummus und Sabich bis Sushi, Momos, Khachapuri, Rogelach, Crêpes und vielem mehr.
DAS TAGESPROGRAMM
Shows, Musik, Walking Acts und Aktionen für Jung und Alt – von der
Hauptbühne über die Kleine Bühne bis zum Familienprogramm.
HAUPTBÜHNE
ZEITEN
Weichsel sharks
12:00 · 14:15 · 16:30
Live-Jazz
JUZE OLAM
12:30
Tumbalalaika-Ensemble
MONSIEUR CHAPEAU
13:45 · 16:00 · 18:00
Akrobatik
MAGICAL DUO ROMAN & VIKI
13:00 · 15:30 · 17:00
Zaubershow
DS DANCE SCHOOL & OLYMPIA
14:45
Familienzentrum "Zion"
KLEINE BÜHNE
ZEITEN
CIRQUE LUNAIRE
13:00 · 15:00 · 16:30
Pantomime
MARIONETTEN
14:00 · 15:30 · 17:00
Mario Natti
GACKERN AUF JIDDISCH
14:30 · 16:00
DURCHGEHEND
HIGHLIGHTS FÜR JUNG UND ALT
SPRINGBURG
11:00–20:00
Im Eingangsbereich
Streichelzoo
11:00–20:00
Auf dem Parkplatz. Natürlich artgerecht!
Frag den rabbi
11:00–19:15
Stelle Deine Fragen
Alba-basketball-parcours
11:00–20:00
Mitmachaktion
Makkabi schach
11:00–20:00
Schach für alle
jugendzentrum olam
11:00–19:00
Kinderprogramm
Familienzentrum zion
11:00–19:00
Kreativ--Werkstatt
UNTERWEGS
WALKING ACTS
PIPPIFAX
Seifenblasenshow
magical duo roman & viki
Zaubershow
DULCE CAMPAGNE
Stelzenläufer
MASKOTTCHEN
Unterwegs auf dem Fest
Pantomime-Künstler
Unterwegs auf dem Fest
HAUPTBÜHNE
WEICHSELSHARKS
Live-Jazz
WEICHSELSHARKS
Live-Jazz
MODERIERT VON COMEDIAN
CHRISTIAN SCHULTE-LOH
WO KULTUR DURCH
DEN MAGEN GEHT
Interview · Feuilletonscout
text: hanna falkenstein

Zwischen Falafel, Musik und Gesprächen entsteht auf dem Hof der Neuen Synagoge ein Ort der Begegnung – und ein Vorgeschmack auf die Jüdischen Kulturtage Berlin im November. Zum fünfjährigen Jubiläum blickt Intendant Avi Toubiana auf eine Erfolgsgeschichte zurück.
Mein Ziel war, jüdische und nichtjüdische Menschen zusammenzubringen – bei einem Glas Wein oder einem Falafel. AVI TOUBIANA · INTENDANT
Zwischen Falafel, Musik und Gesprächen entsteht auf dem Hof der Neuen Synagoge ein Ort der Begegnung – und ein Vorgeschmack auf die Jüdischen Kulturtage Berlin im November. Zum fünfjährigen Jubiläum blickt Intendant Avi Toubiana auf eine Erfolgsgeschichte zurück.
Mein Ziel war, jüdische und nichtjüdische Menschen zusammenzubringen – bei einem Glas Wein oder einem Falafel.
AVI TOUBIANA · INTENDANT
Feuilletonscout
TOUBIANA
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TOUBIANA
Das Koschere Streetfood Festival feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen – herzlichen Glückwunsch! Das Zusammenspiel aus Bühnenprogramm und Food-Ständen spiegelt eine bemerkenswerte Kontinuität wider. War das von Anfang an so geplant?
Ja, das war von Anfang an die Idee. Natürlich wünscht man sich immer, noch mehr machen zu können. Dafür müssen allerdings auch die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sein. Trotzdem versuchen wir jedes Jahr, das Festival weiterzuentwickeln und das Programm auszubauen – mit mehr Bühnen-Acts und zusätzlichen Angeboten für die Besucherinnen und Besucher.
Mit welchen Erwartungen sind Sie damals gestartet – und was hat Sie rückblickend am meisten überrascht?
Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass das Festival von Anfang an so erfolgreich wird. Dass wir bereits bei der ersten Ausgabe mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher begrüßen durften, hat unsere Erwartungen allerdings übertroffen. Dass sich diese hohen Besucherzahlen über die Jahre hinweg verstetigt haben, freut uns sehr und zeigt, dass das Konzept angenommen wird.
Das Festival findet auf dem Hof der Neuen Synagoge statt – einem Ort mit großer historischer Bedeutung. Welche Rolle spielt dieser besondere Ort für die Atmosphäre des Festivals?
Der Ort spielt tatsächlich eine große Rolle. Zu Beginn wurde mir sogar vorgeworfen, es sei eine Art Blasphemie, ein Streetfood-Festival auf dem Gelände einer Synagoge zu veranstalten. Dabei ist eine Synagoge vor allem ein Ort der Gemeinschaft, an dem Menschen zusammenkommen. Genau das tun wir hier. Die Oranienburger Straße und die Neue Synagoge stehen für jüdisches Leben mitten in der Stadt. Dass dort heute wieder Begegnungen stattfinden, halte ich für ein starkes Zeichen.
Erinnern Sie sich an einen Moment aus den vergangenen fünf Jahren, der exemplarisch zeigt, was dieses Festival ausmacht?
Mein Ziel war eigentlich ganz einfach: jüdische und nichtjüdische Menschen zusammenzubringen – in einer entspannten Atmosphäre bei einem Glas Wein oder einem Falafel. Ich denke, das haben wir erreicht. Viele Besucherinnen und Besucher haben mir erzählt, wie unkompliziert und offen die Stimmung sei. Besonders gefreut hat mich, dass viele sagten, sie hätten hier lebendiges Judentum kennengelernt, ohne dass sich alles um den Holocaust drehen müsse. Genau das wollten wir ermöglichen.
Welche Bedeutung haben Veranstaltungen wie das Streetfood Festival für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Berlin heute?
Viele Besucherinnen und Besucher fragen zunächst ganz konkret, was eigentlich „koscher“ bedeutet. Oft stellen sie fest, dass vieles äußerlich gar nicht so anders aussieht als das Essen, das sie sonst kennen. Daraus ergeben sich Gespräche. Deshalb haben wir vor einigen Jahren einen Informationsstand eingerichtet. Inzwischen sind dort jedes Jahr zehn bis elf Rabbiner vor Ort, die Fragen beantworten – zu religiösen Vorschriften, zu Lebensmitteln, zu Hygiene oder zu Parallelen mit Bio- oder Vegan-Konzepten. Viele sind überrascht, wie aktuell manche dieser jahrtausendealten Regeln bis heute sind.
Viele Besucher kommen zunächst wegen des Essens. Wie gelingt es, darüber hinaus Neugier auf jüdische Kultur und Traditionen zu wecken?
Das kulinarische Angebot spielt natürlich eine wichtige Rolle. In diesem Jahr haben wir beispielsweise erstmals georgische Spezialitäten dabei. Außerdem gibt es Stände mit Judaica, Büchern oder Textilien mit jüdischen Motiven und Schriftzügen. So entstehen oft ganz nebenbei Gespräche über Kultur, Tradition und Geschichte. Das macht für uns den besonderen Reiz des Festivals aus.
Gibt es in diesem Jahr kulinarische Entdeckungen oder neue Stände, auf die Sie besonders gespannt sind?
Besonders freue ich mich auf die neuen internationalen Angebote. Neben georgischer Küche gibt es unter anderem westafrikanische Spezialitäten sowie weitere Einflüsse aus Indien oder auch Sushi. Gerade diese Vielfalt zeigt, wie facettenreich jüdische Kultur und ihre kulinarischen Traditionen weltweit sind.
Worauf dürfen sich die Besucher auf den Bühnen in diesem Jahr besonders freuen?
Natürlich steht das fünfjährige Jubiläum im Mittelpunkt. Außerdem haben wir uns eine besondere Aktion überlegt: Insgesamt 3.000 Jutebeutel werden kostenlos verteilt – in jedem hundertsten befindet sich ein Gutschein. Die Ausgabe erfolgt zu mehreren Zeitpunkten über den Tag verteilt. Darüber hinaus erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Musik und Unterhaltung.
Was wünschen Sie sich, dass die Besucher nach einem Tag auf dem Festival mit nach Hause nehmen – außer einem vollen Magen?
Ich wünsche mir vor allem, dass die Menschen eine gute Zeit mit ihren Familien und Freunden verbringen. Darüber hinaus hoffe ich, dass das Festival Türen öffnet, Horizonte erweitert und Neugier weckt. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus wieder stark zunimmt, wünsche ich mir, dass Begegnungen stattfinden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

SO ERREICHT IHR UNS
ORT
Neue Synagoge Berlin
Oranienburger Straße 28–31
10117 Berlin-Mitte
ZEIT
Sonntag, 21. Juni 2026 · 11:00–21:00 Uhr · Eintritt frei
ÖFFENTLICHER NAHVERKEHR
M1, M5 → Oranienburger Straße
S1, S2, S25 → Oranienburger Straße
U6 → Oranienburger Tor
EINLASS & SICHERHEIT
FOTO– UND VIDEOAUFNAHMEN
BARRIEREN
Auf dieser Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Bitte sprechen Sie den Fotografen an, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind.
Die Veranstaltung ist teilweise barrierefrei. Sollten Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte an den Infostand. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
Bitte planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
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Rogalach selber backen?
Geht natürlich. Man braucht nur: Teig, Füllung, Geduld, noch mehr Geduld und am Ende hoffentlich genug übrig zum Teilen.
Oder ihr kommt einfach vorbei: Beim 5. Koscheren Street Food Festival gibt es Rogalach frisch von Balaboosta Café & Deli.
500 g Weizenmehl
1/2 Teelöffel Salz
100 g Zucker
1 Esslöffel Trockenhefe
160 ml Wasser
2 große Eier
100 g Margarine1/2 Tasse Speiseöl
80 g Kakao
180 g Zucker
1 Esslöffel Puderzucker
1 verquirltes Ei
80 ml Wasser
65 g ZuckerMehl und Hefe mischen, dann Zucker, Eier, Margarine und nach und nach Wasser hinzufügen. Alles zu einem glatten Teig kneten, abdecken und etwa 1,5 bis 2 Stunden gehen lassen.
Für die Füllung Öl, Kakao und Zucker verrühren und kaltstellen.
Den Teig halbieren, dünn ausrollen, mit der Füllung bestreichen, in Dreiecke schneiden und zu Hörnchen aufrollen.
Auf ein Blech legen und nochmal 20 bis 25 Minuten gehen lassen.
Mit verquirltem Ei bestreichen und bei 175 °C etwa 20 Minuten backen.
Für den Sirup Wasser und Zucker aufkochen, etwas eindicken lassen und optional Vanille hinzufügen.
Die warmen Gebäckstücke damit bestreichen und servieren.
Lieber direkt probieren?
Beim 5. Koscheren Street Food Festival Berlin könnt ihr Rogalach frisch vor Ort genießen.
Sonntag, 21. Juni 2026, 11–21 Uhr
Neue Synagoge Berlin
Oranienburger Straße 28–31
Eintritt frei
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