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Jüdische kulturtage berlin
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ALEXANDER ESTIS UND DAS TRIO SCHO
"AM ANFANG WAR SCHMONZES"
Sonntag, 15. November 2026
Einlass: 15:30 Uhr
16:00 Uhr

ALEXANDER ESTIS UND DAS TRIO SCHO
"AM ANFANG WAR SCHMONZES"
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
BEGINN:
16:00 Uhr
Einlass: 15:30 Uhr
15:00
BEGINN:
Sprachakrobatische Satire trifft Klezmer und osteuropäische Melodien: Alexander Estis und das Trio Scho verbinden jüdischen Humor, russische Erzähltradition und die Lust an der deutschen Sprache zu einem Abend zwischen Berlin und Odessa.
Am Anfang war der Schmonzes. Oder vielleicht doch das Tohuwabohu? Bei Alexander Estis ist selbst der Ursprung der Welt eine Frage der Auslegung. Genau darin liegt der Reiz seiner Literatur. Denn Schmonzes ist bei ihm weit mehr als Gerede, Unsinn oder bloßes Sichverzetteln. Er wird zur Erzählform, zur Kunst des Abschweifens – und vielleicht sogar zur Überlebensstrategie.
In seinen sprachakrobatischen Satiren treffen jüdischer Witz, russische Erzähltradition und die Lust an der deutschen Sprache aufeinander – und widersprechen sich genüsslich. Seine Texte erinnern an talmudisches Denken: Auf jede Antwort folgt eine neue Frage, auf jede Gewissheit ein Zweifel, auf jeden Gedanken ein Gegengedanke. Gerade aus diesem Wechselspiel entsteht Erkenntnis.
Was aber ist jüdischer Humor? Warum ist ein jüdischer Witz niemals nur ein Witz? Vielleicht weil in der jüdischen Erzähltradition Lachen und Weinen seit Jahrhunderten eng beieinanderliegen. Bei Estis wird die Pointe zum philosophischen Instrument: Sie entlarvt Vorurteile, spielt mit Klischees und verwandelt Schmerz in Sprachkunst.
Und wo könnte der Schmonzes besser zu Hause sein als in Odessa – jener legendären Hafenstadt am Schwarzen Meer, in der Sprachen, Religionen und Kulturen über Jahrhunderte aufeinandertrafen? Odessa ist weniger ein geografischer Ort als ein Lebensgefühl: ein Klang aus Jiddisch, Russisch und Ukrainisch, aus Melancholie und Übermut, aus Geschichten, die vielleicht wahr sind. Und wenn nicht – umso besser erzählt.
Zu dieser Welt gehört die Musik. Das Trio Scho bringt jüdische, ukrainische und russische Traditionen, Klezmer, Swing sowie osteuropäische Melodien auf die Bühne. Seit seiner Gründung 1991 im ukrainischen Poltawa und dem späteren Umzug nach Berlin verbindet das Ensemble musikalische Virtuosität mit feinem Humor – ganz nach seinem Motto: Hauptsache, es ist nicht nur schön, sondern auch scho.
Gemeinsam gestalten Alexander Estis und Trio Scho einen Abend zwischen Literatur und Musik, zwischen Berlin und Odessa, zwischen Tacheles und Schmonzes. Einen Abend voller Witz, Sprachlust und Melancholie – und voller Geschichten, die mehr über die Welt verraten als manche Wahrheit.
Alexander Estis, 1986 in einer jüdischen Künstlerfamilie in Moskau geboren, lebt in der Schweiz. Dort ist er ein Deutscher, in Deutschland gilt er als Russe und in Russland als Jude. Dieses Spiel mit Herkunft, Sprache und Zuschreibungen prägt sein Schreiben. Nach einer „erfolgreich abgebrochenen Promotion“ widmet sich Estis der Suche nach dem (Un-)Sinn des Lebens – und findet darin erstaunlich viel Wahrheit. Sein unverwechsel-barer Ton verbindet jüdischen Humor, sprachliche Virtuosität und aschkenasische Erzähltradition. Er schreibt Essays, Glossen und Kolumnen u. a. für FAZ, SZ, DIE ZEIT und NZZ. Für seine literarischen Miniaturen und Satiren wurde er vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Kurt-Tucholsky-Preis.
Das Trio Scho wurde 1991 im ukrainischen Poltawa gegründet und kam 1994 nach Berlin. Mit großer Spielfreude verbindet das Ensemble jüdische, ukrainische und russische Musiktraditionen – Lieder voller Witz und Melancholie, Sehnsucht und Lebenslust. Seit 1999 arbeitet Trio Scho regelmäßig mit dem Sänger und Schauspieler Karsten Troyke zusammen. Zweimal wurde das Ensemble beim Musikwettbewerb des Berliner Senats ausgezeichnet.
BEGINN:
15:00
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HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG
Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden.
Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.
Fotocredits: (Buchcover) Satyr (1, 2) Krachphoto
DATUM
Sonntag, 15. November 2026
EINLASS
Einlass: 15:30 Uhr
BEGINN
15:00
15:00
ORT
Neue Synagoge – Repräsentantensaal
Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin
bis 18 Jahre frei
Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.
Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.




