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Jüdische kulturtage berlin

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Mo., 16. Nov.
|Neue Synagoge Berlin
Marina Chernivsky: Bruchzeiten
Marina Chernivsky spricht über jüdische Lebenswirklichkeiten nach dem 7. Oktober, über Zugehörigkeit, Entfremdung und die Folgen antisemitischer Gewalt- und Krisenerfahrungen. Moderation: Christian Hueck.
Zeit & Ort
16. Nov. 2026, 18:00
Neue Synagoge Berlin, Oranienburger Str. 28–31, 10117 Berlin
Über die Veranstaltung
Marina Chernivsky: Bruchzeiten
Leben nach dem 7. Oktober
Moderation: Christian Hueck
Datum: Montag, 16. November 2026
Einlass: 17:30 Uhr
Beginn: 18:00 Uhr
Ende: ca. 19:30 Uhr
Ort: Neue Synagoge Berlin
Adresse: Oranienburger Str. 28–31, 10117 Berlin
Der 7. Oktober 2023 war eine historische Zäsur – und für viele Jüdinnen und Juden in Deutschland zugleich ein tief persönlicher Einschnitt. Was hat sich seitdem verändert? Wie leben Menschen, deren Sicherheitsgefühl, Zugehörigkeit und Vertrauen durch das Hamas-Massaker und seine Nachwirkungen erschüttert wurden?
Marina Chernivsky, Psychologin, Antisemitismusforscherin und Gründungsgeschäftsführerin der Beratungsstelle OFEK e. V., widmet sich diesen Fragen in ihrem Buch Bruchzeiten. Darin verbindet sie autobiografische Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse und zeigt eindrucksvoll, wie sich kollektive Gewalt- und Krisenerfahrungen in individuelle Biografien einschreiben.
Sie beschreibt Angst, Isolation und Enttäuschung, die durch antisemitische Vorfälle, ausbleibende Solidarität und öffentliche Debatten verstärkt werden. Sie benennt, was es bedeutet, wenn Täter-Opfer-Umkehr und Relativierungen jüdischer Erfahrungen zum Alltag werden – und welche Folgen dies für das Leben der Betroffenen hat.
So zeichnet Bruchzeiten das Bild einer doppelten Entfremdung: von einer Gesellschaft, der man sich selbstverständlich zugehörig fühlte, und zugleich von dem Vertrauen, dass die eigene Perspektive gehört und ernst genommen wird. Chernivskys klarsichtiges und persönliches Buch eröffnet einen seltenen Einblick in jüdische Lebenswirklichkeiten nach dem 7. Oktober und lädt dazu ein, über Zugehörigkeit, Verantwortung und den Zustand unserer demokratischen Gesellschaft neu nachzudenken.
Hinweise zur Veranstaltung
Bitte planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.
Vor der Veranstaltung können Sie im Street Food Court im Hof der Synagoge koschere Speisen und Getränke erwerben.
Bei dieser Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Bitte sprechen Sie den Fotografen an, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind.
Foto: © Jan Zappner / S. Fischer Verlag
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