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Jüdische kulturtage berlin

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Lesung und Gespräch

CHARLES LEWINSKY

"EINE ANDERE GESCHICHTE"

Montag, 16. November 2026

Einlass: 19:30 Uhr

20:00 Uhr

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CHARLES LEWINSKY

"EINE ANDERE GESCHICHTE"

Neue Synagoge

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

BEGINN:

20:00 Uhr

Einlass: 19:30 Uhr

19:00

BEGINN:

Charles Lewinsky erzählt in Eine andere Geschichte vom außergewöhnlichen Leben Curt Melnitz' – zwischen Leipzig, Hollywood und Europa, zwischen historischer Realität und literarischer Fiktion.

Manchmal ist das Leben besser als jeder Hollywoodfilm: Leipzig in den 1930er-Jahren. Vor einem Mietshaus halten zwei Autos. Im ersten sitzt Curt Melnitz, im zweiten seine Sekretärin. Aus Kurt Chmelnitzki aus Leipzig ist Curtis Melnitz aus Hollywood geworden. Er kehrt zurück, um seine jüdische Familie zu warnen: „Verschwindet aus Deutschland. Hier wird es für Juden ganz schlimm!“
Charles Lewinsky hört diese Begebenheit als Zehnjähriger von seiner Großmutter – und hält sie zunächst für eine jener Familienlegenden, die mit jedem Erzählen ein wenig größer werden. Jahrzehnte später stößt er auf den Namen in den Erinnerungen der Schauspielerin Lilli Palmer; eine Postkarte aus dem Nachlass seiner Mutter führt schließlich zu Kurt Chmelnitzki aus Leipzig. Aus einer Kindheitserinnerung wird ein Roman.
Aus Kurt Chmelnitzki wird Curtis Melnitz: ein Leipziger Jude, der früh die Macht des Kinos erkennt. In Amerika steigt er zum Pressesprecher Charlie Chaplins auf und wird später zum Vermittler zwischen den Filmwelten Europas und Hollywoods. Er handelt mit Geschichten, Träumen und Illusionen – bis ihn die eigene Vergangenheit einholt.
Im Alter leidet Melnitz unter Schlaflosigkeit. Sein Arzt verweigert ihm Schlaftabletten und schickt ihn stattdessen zum Psychiater. Widerwillig legt er sich auf die Couch – und beginnt zu erzählen. In 37 Sitzungen entfaltet sich das Panorama eines außergewöhnlichen Lebens: von den Anfängen des Kinos über zwei Weltkriege bis zum Filmgeschäft in Hollywood. Immer wieder kreisen seine Erinnerungen um ein Erlebnis, das ihm bis heute den Schlaf raubt.
Der Psychiater bleibt stumm. Zu hören ist allein Melnitz – eine männliche Scheherazade, die erzählt, weil Vergessen keine Option ist. Geschwätzig, ironisch und voller Abschweifungen widerspricht er sich, setzt neu an, übertreibt, korrigiert und montiert seine Biografie immer wieder neu. Denn wer sein Leben lang Geschichten verkauft hat, weiß, dass Erinnerung nie nur Wahrheit ist. „Ich war kein anständiger Mensch. Ich war Geschäftsmann“, resümiert Melnitz.
Mit trockenem Humor und großer erzählerischer Eleganz entwirft Charles Lewinsky das Porträt eines Menschen, der sich von den Brüchen des 20. Jahrhunderts nicht brechen lässt. Es ist ein Roman über Verfolgung und Exil, Schuld und Erinnerung – vor allem aber über die Macht des Erzählens. Nach seinem großen Publikumserfolg „Melnitz“ rückt Lewinsky erneut einen Melnitz ins Zentrum – diesmal den historisch verbürgten Curtis Melnitz, dem er eine unverwechselbare Stimme gibt.
Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, zählt zu den bedeutendsten Schweizer Erzählern der Gegenwart. International bekannt wurde er mit seinem Roman „Melnitz“, der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Für „Der Halbbart“ war er sowohl für den Schweizer als auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Seine Werke erscheinen in 16 Sprachen. Charles Lewinsky lebt in Frankreich und Zürich.

BEGINN:

19:00

IMPRESSIONEN

HINWEISE ZUR VERANSTALTUNG

Bitte achten Sie auf die Einlasszeiten und planen Sie ausreichend Zeit für den Einlass ein. Beim Besuch von Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin findet eine Sicherheitskontrolle statt. Taschen sind nur bis zur Größe eines DIN-A4-Blattes (21 × 29,7 cm) zugelassen.

Vor der Veranstaltung können Sie im Street Food Court im Hof der Synagoge koschere Speisen und Getränke erwerben.

Karten für Schwerbehinderte/Rollstuhlfahrerinnen und deren Begleitung sind ausschließlich telefonisch unter 030 479 97474 erhältlich. Der ermäßigte Preis gilt für Schülerinnen, Studierende, Auszubildende und Rentnerinnen, Nachweiskontrolle vor Ort. Mit dem Kauf der Karte erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden

Externer Ticketshop. Es gelten die Bedingungen des Anbieters.

Fotocredits (Cover) Diogenes Verlag (1) Thomas di Paolo

DATUM

Montag, 16. November 2026

EINLASS

Einlass: 19:30 Uhr

BEGINN

19:00

19:00

ORT

Neue Synagoge

Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin

bis 18 Jahre frei, Tickets ab 12€

Externer Ticketshop: Papagena – es gelten die Bedingungen des Anbieters. Auch kostenlose Karten (Eintritt bis 18 Jahre frei) müssen über Papagena gebucht werden.

Karten für Schwerbeschädigte / Rollstuhlfahrer:innen und deren Begleitung sowie für Gruppen (ab 10 Personen) sind nur telefonisch erhältlich: 030 – 479 97474.

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