Yishai Sarid liest aus »Monster«



MO 11.11.2019 (Beginn 19:00 Uhr | Einlass ab 18:00 Uhr)

Am Ende des Romans steht eine Eskalation: ein Faustschlag, mit dem ein Tourguide in Treblinka einen Dokumentarfilmer niederstreckt. Doch wie konnte es dazu kommen? In einem Bericht an seinen ehemaligen Chef schildert der Mann, wie die Menschen, die er jahrelang durch NS-Gedenkstätten führte, mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen. Er fragt nach der Verbindung zwischen Juden damals und Israelis heute, nach Machtverherrlichung und danach, was Menschen zu Mördern macht.

Yishai Sarid, geboren 1965 in Tel Aviv, ist einer der bekanntesten Autoren Israels. Er wirft in seinem Roman ein neues Licht auf die Erinnerungskultur, wagt sich an vermeintlich unantastbare Fragen und stellt in stillem, unaufgeregtem Ton eingefahrene Denkmuster infrage.

»Das wichtigste Buch, das je hierzulande über Moral und Opferrollen geschrieben wurde.« Navit Barel

Eintritt € 12,00

Walter-Benjamin-Platz 2
10629 Berlin