ABSAGE DER JÜDISCHEN KULTURTAGE BERLIN

Berlin, 29.10.2020

Liebes Publikum,

aufgrund der am 28. Oktober von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, können leider auch die Jüdischen Kulturtage Berlin 2020 nicht stattfinden.

Sie können Ihre Tickets generell nur dort zurückgeben, wo Sie sie erworben haben. Sollten Sie Ihre Tickets in einer Vorverkaufsstelle erworben haben, müssen Sie Ihre Tickets dort einreichen.

Sollten Sie Ihre Tickets über Ticketmaster gekauft haben, gilt Folgendes: Die Rückerstattung für Tickets, die über Ticketmaster erworben wurden, erfolgt automatisch auf das Zahlungsmittel, das beim Kauf der Tickets verwendet wurde. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Allgemeine Sicherheitshinweise

Bitte beachten Sie, dass Sie bei Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin durch eine Sicherheitskontrolle gehen müssen, ggf. keine größeren Taschen hineinbringen können und grundsätzlich ausreichend Zeit für den Einlass einplanen sollten. Taschen sollten grundlegend nicht größer sein als ein DIN A4 Blatt (21 x 29,7 cm).

Tickets

Karten für die Jüdischen Kulturtage Berlin erhalten Sie an den bekannten Vorverkaufsstellen, in den meisten Fällen an den Theaterkassen der Spielstätten und online. Die genauen Details zum Kartenkauf für die gewünschte Veranstaltung sind auf unserer Homepage unter Programm & Tickets in jedem Veranstaltungseintrag gesondert aufgeführt.

Ermäßigungen

Gegebenenfalls ist es möglich, entsprechend der Bestimmungen der Veranstalter, Ermäßigungen für Kinder, Schüler, Auszubildende, Studenten, Schwerbehinderte und Begleitperson oder für Inhaber des Berlinpasses zu erhalten. Bitte fragen Sie nach oder prüfen es beim Online-Ticket-Kauf und halten Sie die Nachweise beim Einlass bereit.
Für die meisten Veranstaltungen erhalten Sie die Tickets an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Spielorte

Die Jüdischen Kulturtage Berlin 2020 finden an elf Locations in Berlin statt: Synagoge Rykestraße, Jüdisches Gemeindehaus Fasanenstraße, Synagoge Pestalozzistraße, Neue Synagoge/Centrum Judaicum, Renaissance-Theater, Vaganten Bühne, Ballhaus Berlin, Geistesblüten, Deutsch-Jüdisches Theater im Theater Coupé, Pfefferberg Theater, Kino in der Königsstadt. Die Adressen sind unter Programm & Tickets in jedem Veranstaltungseintrag zu finden.

Kontakt

Für Fragen zum Kartenkauf wenden Sie sich bitte an die entsprechende Vorverkausstelle (siehe Veranstaltungseintrag unter Programm & Tickets).

Für Kooperationsanfragen wenden Sie sich bitte an
first music production GmbH & Co. KG
Kurfürstendamm 167
10707 Berlin
Tel. +49 (0) 30 622 0800-16
jkt@fmusic.de

Grußwort der Veranstalter

Lange Zeit haben wir gebangt, ob wir aufgrund der Covid-19 Pandemie überhaupt spielen können. Letztendlich haben wir uns entschieden, die Jüdischen Kulturtage stattfinden zu lassen – natürlich unter strikten Hygieneauflagen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir sowohl den Protagonisten auf der Bühne, allen Mitarbeitern hinter der Bühne und den verschiedenen Spielstätten die Möglichkeit geben können endlich wieder tätig zu werden. Vor allen Dingen aber freuen wir uns, dass Sie, unser Publikum, nach dieser monatelangen kulturellen Durststrecke wieder das Berliner Kulturleben und hier insbesondere die jüdische Kultur erleben können.

Auch im 33. Jahr der Jüdischen Kulturtage haben wir uns um eine möglichst große Bandbreite der jüdischen Kultur bemüht. So konnten wir mit der großartigen Sängerin NOA, der wunderbar skurrilen Band Jewish Monkeys, dem international populären Entertainer und Broadwaystar Dudu Fisher spannende Künstler aus Israel einladen. Mit der Märchenoper »Das Tierhäuschen« haben wir uns etwas für unsere kleinen Besucher ausgedacht und das jugendliche Publikum wird sich über den interreligiösen Poetry Slam im Pfefferberg Theater freuen.

Zum ersten Mal spielen wir außer in der Synagoge Rykestraße auch in der Synagoge Pestalozzistraße, wo das preisgekrönte Jerusalem Duo gastiert.

Bitte lesen Sie aufmerksam unsere Hygienemaßnahmen durch. Wir möchten Sie, unsere Besucher, genauso gesund nach Hause schicken, wie Sie zu uns kommen.

In diesem Sinn, seien Sie willkommen bei den 33. Jüdischen Kulturtagen mit einem herzlichen »Shalom Berlin«.

Dr. Gideon Joffe
Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Sara Nachama
Kulturdezernentin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Gerhard Kämpfe
Intendant der Jüdischen Kulturtage Berlin

Grußwort des Schirmherren

Ob die Jüdischen Kulturtage in ihrem 33. Jahr überhaupt stattfinden können, war eine ganze Zeit lang fraglich. Das kulturelle Leben Berlins stand – Corona-bedingt – über einen viel zu langen Zeitraum still. Es ist den Veranstaltern zum Glück gelungen, die vielen interessanten Veranstaltungen so zu planen, dass sie den Hygieneanforderungen gerecht werden. Das Jahr 2020 stellt schon einige spezifische Anforderungen, die im Aufgabenprofil des Kultursenators nicht vorgesehen waren. Umso mehr freue ich mich, dass es endlich an ganz vielen Orten in unserer Stadt wieder losgeht, dass diese Stadt, die ohne Kultur nicht denkbar ist, sich Stück für Stück die Normalität zurückholt.

Die Vielfalt der Jüdischen Kultur, mit Künstlern aus aller Welt, gehört unverzichtbar dazu. Generationsübergreifend präsentiert das Programm der Kulturtage 2020, von Arthur Millers Spätwerk »Scherben« über einen interreligiösen Poetry Slam bis hin zur Märchenoper für die kleinen Besucher eben diese Vielfalt. Die beiden großartigen Schauspielerinnen Jasmin Tabatabai mit dem David Klein Quartett und Martina Gedeck mit dem Pianisten Sebastian Knauer und der Lebensgeschichte Gershwins werden sicher in der größten Synagoge Deutschlands in der Rykestraße das Publikum begeistern. Der humoristischen Abend »Lerne Lachen Ohne Zu Weinen« im Renaissance-Theater, der bereits zum 5. Mal stattfindet, hat sich zum Dauerbrenner entwickelt. Besonders freue ich mich, dass auch die Deutsche Oper in diesem Jahr, vertreten durch ihre fantastische Bigband, Teil der Jüdischen Kulturtage ist.

Nicht zuletzt setzen die Jüdischen Kulturtage, die Vielfalt jüdischer Traditionen und moderner Kunst und Kultur, auch in diesem Jahr ein Zeichen der Solidarität – gegen die Dummheit leider altbekannter Verschwörungsphantasien und gegen neonazistischer Hetze. Auch dafür stehe ich mit meiner Schirmherrschaft.

Dr. Klaus Lederer
Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa
Schirmherr der Jüdischen Kulturtage Berlin 2020