Susanne Schädlich: „Kabarett der Namenlosen“ (Arco Verlag)
Mo., 17. Nov.
|Staatsbibliothek


Zeit & Ort
17. Nov. 2025, 17:30
Staatsbibliothek, Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, Deutschland
Über die Veranstaltung
Los Angeles zwischen 1939 und 1945. Endstation für deutsch-jüdische Emigrant:innen, Regisseur:innen, Schauspieler:innen, Schriftsteller:innen. Einer von ihnen ist Leopold Jessner. Von 1919 bis 1930 erster Generalintendant des Preußischen Staatstheaters in Berlin, Revolutionär der Bühne, bewundert, gehasst, bekämpft. Eng verknüpft mit ihm ist das Los „seiner" Schauspieler:innen: Alexander Granach, Fritz Kortner, Elisabeth Bergner und Ernst Deutsch. Ihr Schicksal teilen Autoren wie Alfred Polgar, Alfred Döblin, Ludwig Marcuse oder Bruno Frank. Sie alle waren berühmt – in Deutschland. In Amerika sind sie „namenlos", können in ihrem Metier kaum arbeiten, das größte Hindernis ist die Sprache. So leben die meisten von Spenden betuchterer Emigrierter oder Gelegenheitsjobs. Es liegen Welten zwischen diesen Mittellosen und Lion Feuchtwanger oder Thomas Mann in ihren Villen in Pacific Palisades. Doch im „Jewish Club of 1933“ kommen sie alle zusammen. Mit Lesungen und Theateraufführungen stemmen sich die Emigrant:innen hier gegen die Unkultur in Deutschland, aber auch gegen die Nazi-Anhänger in den USA.…
