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Datum und Uhrzeit werden bekanntgegeben

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Literaturzelt am Bebelplatz

Mit Jess Earle auf Kafkas Spuren

Spurensuche nach dem jüdischen Berlin der 1920er-Jahre, das für eine kurze Zeit auch Kafkas Zuhause war. Stadtrundgang für Schüler:innen der Oberstufe

Mit Jess Earle auf Kafkas Spuren
Mit Jess Earle auf Kafkas Spuren

Zeit & Ort

Datum und Uhrzeit werden bekanntgegeben

Literaturzelt am Bebelplatz, Bebelplatz, 10117 Berlin, Deutschland

Über die Veranstaltung

Tickets in Kürze verfügbar

Bei dieser Führung besuchen wir einige der Orte des jüdischen Berlins der 1920er Jahre – ein Berlin, das auch für eine kurze Zeit Franz Kafkas Zuhause war. Hier werden wir die kulturelle Vielfalt und die Herausforderungen der jüdischen Gemeinschaft in dieser Zeit entdecken und dabei einen Einblick in das Leben und die letzte Liebe eines der größten Schriftsteller der Welt gewinnen. Heute kennt die ganze Welt die Bücher vom Prager Schriftsteller Franz Kafka. Allerdings wissen nur wenige, dass er sein letztes Lebensjahr in Berlin verbrachte. Hier fand er seine letzte Liebe und vertiefte seine Beziehung zum Judentum. Franz Kafka war ein erfolgreicher und vielgereister Versicherungsangestellter, dem als Schriftsteller zeitlebens wenig Ruhm beschieden war.

Zu Berlin hatte er eine besondere Beziehung: die Stadt an der Spree war die modernste Metropole, die er kennengelernt hatte - vor Prag und Paris. Voller Faszination und Neugier besuchte Kafka die Stadt mehrfach, vor allem nach seiner ersten Verlobung mit Felice Bauer in den 1910er Jahren. Das Berlin der 1920er Jahre war „wild“ nicht nur wegen seines Nachtlebens. Die Stadt erlebte mehrere Putschversuche, eine Inflationskrise war am Überkochen und politische Gewalt war an der Tagesordnung. Auch der Antisemitismus nahm überall zu; am 5. November 1923 kam es sogar zu einem Massenangriff gegen die jüdische Bevölkerung in der Nähe des Alexanderplatzes.

Im Juli 1923 verliebte er sich in Dora Diamant. Dora war eine Jüdin aus einer sehr religiösen Familie in Polen, die in Berlin Schauspielerin werden wollte. Als sie Kafka traf, arbeitete sie im Scheunenviertel in einem Jugendtreff für jüdisch-migrantische Kinder. Schon im September 1023 zog Kafka zu Dora nach Berlin, obwohl er da bereits schwer an Tuberkulose erkrankt war. Gemeinsam besuchten sie Kurse an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, die um die Ecke von der Neuen Synagoge lag. Für Kafka war die Hochschule „ein Friedensort in dem wilden Berlin…“. Trotz all dieser Probleme war Berlin auch das Zuhause einer lebendigen jüdischen Bevölkerung. Diese Gemein-schaft, die trotz eigener Probleme eine beeindruckende Vielfalt vorzuweisen hatte: jiddische Theater, Schulen, Synagogen, sowie viele politische und kulturelle Organisationen. Auf dieser Führung besuchen wir einige dieser Orte des jüdischen Berlins der 1920er – ein Berlin, das auch für eine kurze Zeit Kafkas Zuhause war.

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