Mascha Kalékos Berlin
Fr., 21. Nov.
|Neue Synagoge, Centum Judaicum
Stadtspaziergang für Jugendliche ab 15 Jahren und interessierte Erwachsene


Zeit & Ort
21. Nov. 2025, 15:00 – 16:30
Neue Synagoge, Centum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin, Deutschland
Über die Veranstaltung
Die spätere Dichterin, die wie keine andere die heiter-melancholische Stimmung im Berlin der 1920er-Jahre in zahlreichen Gedichten verewigt hat, kam 1914 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie waren Kriegsflüchtlinge, wie viele andere Jüdinnen und Juden aus Mittel- und Osteuropa, und kamen über mehrere Stationen 1918 im Berliner Scheunenviertel an. Malka Aufen, wie sie damals hieß, war ein begabtes Kind und schrieb schon in der Jüdischen Mädchenschule in der damaligen Kaiserstraße Gedichte.
Mascha Kaléko war in unterschiedlichen Welten zuhause. Die eine war das deutsch-jüdische Berlin der 1920er-Jahre. Gleichzeitig sprach sie das Jiddisch der jüdischen Migrant:innen, auch ihre zwei Ehemänner Saul Kaléko und Chemjo Vinaver, teilten mit ihr diesen kulturellen Hintergrund. Gleichzeitig schrieb sie ihre Gedichte auf Deutsch und war Stammgast im Romanischen Café, wo die Berliner Literaturszene sich traf. Das von den Nationalsozialisten zerstörte Berlin war für sie eine zutiefst persönliche Erfahrung und bedeutete das Ende von diesen Erfahrungswelten.