18.9.2008 – 25.1.2009 | JÜDISCHES MUSEUM BERLIN

Raub und Restitution

Vernissage
18. 9. 2008 | 18.00 Uhr

Mo 10–22 Uhr
Di–So 10–20 Uhr

Eintritt:
4 Euro | 2 Euro erm.

Kombiticket (Sonder- und Dauerausstellung):
7 Euro | erm. 3,50 Euro.

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin

Auch sechzig Jahre nach Kriegsende sind Raub und Restitution jüdischen Kulturguts brisante Themen. Die Zahl der offenen Fragen und ungeklärten Fälle ist groß, die Meinungen kontrovers. Die Ausstellung „Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute“ zeichnet die historischen Abläufe, Zusammenhänge und Folgen dieses europaweiten Raubzuges der Nationalsozialisten nach.

Im Mittelpunkt stehen die Wege einzelner Kulturgüter, die während der NS-Zeit ihren jüdischen Besitzern entzogen wurden (von Gemälden und Bibliotheken über Porzellane bis zu Silberarbeiten und Privatfotografien), aber auch die Schicksale ihrer Eigentümer. Neben bekannten Namen wie der Familie Rothschild oder dem Kunsthändler Jacques Goudstikker werden auch vergessene Sammlungen wie die Judaica-Sammlung von Siegmund Nauheim oder die Musikinstrumente-Sammlung der Pianistin Wanda Landowska vorgestellt.

Die Ausstellung richtet ihren Blick aber auch auf die Akteure und Profiteure des Raubes. Sie beleuchtet NS-Organisationen wie den „Sonderauftrag Linz“ oder den „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ und thematisiert die unrühmliche Rolle von Museen, Bibliotheken und Kunsthändlern. Nicht zuletzt fragt die Ausstellung nach den Versäumnissen und Unzulänglichkeiten der Restitutionspolitik in den 1950er Jahren und den damals nicht befriedigten Ansprüchen, die heute die aktuelle Debatte prägen.


<< zurück zur Programmübersicht <<