„Geh! Aber sei mein Freund“


Film- und Literaturfestival
10.–12.11.2017 (18:00)

Vielleicht beschreibt der paradoxe Abschiedssatz, mit dem Nathan der Weise vom Sultan Aladin entlassen wird, die Grenzen und Möglichkeiten rivalisierender Religionen. „Geh! Aber sei mein Freund“ beendet die Erzählung der Ringparabel, Lessings Aufklärungstext zum Dialog der Bekenntnisse.
Das Film- und Literaturfestival zum 50jährigen Bestehen der Mendelssohn-Gesellschaft präsentiert unter diesem Titel Dokumentar- und Spielfilme und Romane, die jüdische deutsche Geschichte reflektieren: von Emanzipation und Diskriminierung im 18. Jahrhundert mit Moses Mendelssohn, Lessing und dem Hofagenten Josef Süß Oppenheimer; von Assimilation und Erfolg im 19. Jahrhundert mit Felix Mendelssohn Bartholdy und Moritz Daniel Oppenheim; von Flucht, Vertreibung und Exil im 20. Jahrhundert mit Lion Feuchtwanger, Conrad Veidt und Lothar Mendes, mit Wilhelm Speyer und Max Reinhardt.

Programm

FREITAG, 10. NOVEMBER
18:00 UHR Festivaleröffnung und Einführung zum Film: Cornelie von Bismarck und Thomas Lackmann, stellv. Vorsitzende der Mendelssohn-Gesellschaft.
18:15 UHR Auf der Suche nach Herrn Moses. Dokumentarfilm, Regie: Tamara Wyss, D 1990, 60’.
19:30 UHR Lion Feuchtwanger: „Jud Süss“, Roman, 1925. Lesung: Ilja Richter.
20:15 UHR Jew Süss / Power Spielfilm, Regie: Lothar Mendes, GB 1935, 108’.
Erstaufführung mit deutschen UT. Einführung zum Film: Heike Klapdor.
22:15 UHR Empfang.

SAMSTAG, 11. NOVEMBER
13:30 UHR Moritz Daniel Oppenheim. The First Jewish Painter. Dokumentarfilm, Regie: Isabel Gathof, D 2017, 72‘. Anschließend: Isabel Gathof im Gespräch mit Christina Tilmann.
16:00 UHR A Midsummer Night’s Dream Spielfilm, Regie: Max Reinhardt / William Dieterle, Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy, USA 1935, 132’, OmU.
19:00 UHR Nathan der Weise Stummfilm, Regie: Manfred Noa, D 1922, 123’. Einführung zum Film: Heike Klapdor.

SONNTAG, 12. NOVEMBER
13:30 UHR Das Tagebuch der Hochzeitsreise Dokumentarfilm, Regie: Andre Vallana, CH 2010, 60’.
15:00 UHR Wilhelm Speyer: „Das Glück der Andernachs“: Roman, 1947. Lesung: Eleonora Weissgerber, mit begleitenden Kommentaren von Wolfgang Jacobson.
16:00 UHR Freunde in Preußen, oder ob ein edler Jude etwas Unwahrscheinliches sei. Fernsehfilm, Regie: Rolf Busch, DDR / BRD 1981, 95’. Einführung: Thomas Lackmann.
18:00 UHR „Die Mendelssohn-Villa des Hofarchitekten Ernst von Ihne im Grunewald als Film-Kulisse“. Vortrag: Sebastian Panwitz.
19:30 UHR Black Hand / Blutrache in New York.Spielfilm. Regie: Richard Thorpe.
USA 1950. Mit Eleonora von Mendelssohn. 91'54'' (ungekürzte deutsch synchronisierte Fassung mit Szenen aus OV).

reservierung@mendelssohn-remise.de
or via telephone
030 81704726
Film-Vorstellung: Ticket 5 €; Tagesticket: 10 €; Festivalpaß: 20 €.
In Kooperation mit den 30. Jüdischen Kulturtagen, unterstützt von der Ursula Lachnit-Fixson Stiftung.

Jägerstraße 51
10117 Berlin